CMR Transportrecht Bulgarien

Neue Regelung für Containerverladungen – Ab 01. Juli 2016 gelten neue Regeln für das Verladen von Seecontainern.

Beim Gütertransport in Seecontainern besteht die größte Gefahr darin, dass das höchstzulässige Bruttogewicht beim Beladen überschritten wird. Zur Verbesserung der Schiffssicherheit hat die International Maritime Organization (IMO) entschieden, dass ab 01. Juli 2016 kein beladener Container mehr verladen werden darf, ohne dass sein tatsächliches Gewicht vorab verifiziert und dokumentiert wurde. Die neue Regelung ist Teil der SOLAS – Richtlinien (Internationales Übereinkommen von 1974 zum Schutz des menschlichen Lebens auf See) und gilt nach Inkrafttreten weltweit. Zur Feststellung des Gewichts können Befrachter zwischen zwei Methoden wählen:

CMR Transportrecht

CMR Transportrecht

  1. Der komplett beladene Container wird gewogen.
  2. Das Gewicht aus den Einzelangaben der zu transportierenden Ware, sämtlicher Verpackungs- und Füllmaterialien sowie dem Leergewicht des Containers wird berechnet.

Der Befrachter ist dafür verantwortlich das Gewicht festzustellen und zu dokumentieren. Darüber hinaus ist er verpflichtet diese Information an die Reederei weiterzuleiten.

Containerverladungen

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Die Nutzung der zweiten Methode muss von der zuständigen Behörde des Staates, in dem der Container abschließend beladen und versiegelt wurde, zertifiziert und zugelassen sein. Welche Behörde diese Aufgabe in Deutschland übernehmen wird, ist derzeit noch offen. Ebenfalls ist noch nicht bekannt, welche Sanktionen dem Befrachter drohen, wenn sich bei einer Kontrolle herausstellt, dass das tatsächliche Gewicht von dem angegebenen abweicht. Fest steht, dass eine Container-Verladung nicht stattfinden darf, wenn keine oder fehlerhafte Angaben zum Gewicht gemacht wurden. Die durch die Nichtverladung entstehenden Extrakosten (Standgelder, Kosten für den Rücktransport etc.) hat der Befrachter zu tragen.

Nachrichtenquelle: De.dsv.com